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Legal Mumbo Jumbo
Autor: Tim Dauer

Anm. d. Autors:
Dieses Script ist die Direktuebersetzung des englischen Originalscriptes der Seite http://www.seinology.com. Also ist es NICHT die Abschrift der synchronisierten deutsche Fassung.

Note from the author: This script is NOT the transcription of the synchronised german version of this episode. It is directly translated from the verified english script which is available at http://www.seinology.com.

Seinfeld
Episode 18
Staffel 3, Folge 1

Originaltitel: The Note
Deutscher Titel: Auf zur Massage!

Erstaustrahlung (US): 18.09.1991
Erstaustrahlung (DE):

Drehbuch Larry David & Larry Charles
Regie: Tom Cherones

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Hauptdarsteller:
Jerry Seinfeld............Jerry Seinfeld
Jason Alexander...........George Costanza
Julia Louis-Dreyfus.......Elaine Benes
Michael Richards..........Kramer

Nebendarsteller:

Ralph Bruneau.............Lloyd
Terri Hanauer.............Julianna
Jeff Lester...............Raymond
Flo Di Re.................Sprechstundenhilfe
Liz Georges...............Pam
Paul Rogers...............Mann im Wartezimmer
Dale Raoul................Zahnpatient
Joshua Liebling...........Billy

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[Eroeffnungsmonolog]

JERRY: Immer wenn jemand einen Arzt weiterempfiehlt ist der der Beste. "Oh, ist der gut?" "Oh, er ist der Beste. Dieser Typ ist der Beste." Die koennen doch nicht alle die Besten sein. Jemand hat doch beim Examen schlecht abgeschlossen, wo sind diese Aerzte denn? Sagt  irgendwo irgendjemand zu einem Freund "Du solltest zu meinen Arzt gehen, er ist der schlechteste. Oh ja, er ist schlecht, er ist der absolut schlechteste. Was auch immer du hast, es wird schlechter werden nachdem du ihn besucht hast. Nein, er ist nur, er ist ein Metzger. Dieser Mann ist ein Metzger!" Und dann ist da immer dieses "Sag ihm, dass du mich, dass du mich kennst." Warum? Wo ist der Unterschied? Er ist ein Arzt. Was soll das "Oh, Sie kennen Bob! OK, dann gebe ich ihnen die richtige Medizin. Und jeder Andere bekommt von mir Tic-Tacs."
 

[Tag - Vor einem Gebaeude, dann innen in einem Massegraum ]

(Jerry bekommt eine Massage)

JULIANNA: ...und normalerweise esse ich Mittags einen Salat und zum Abendbrot esse ich was ich will.

JERRY: Was denken Sie, was das schlimmste am blind sein ist?

JULIANNA: Wie bitte?

JERRY: Sie wissen schon, wenn Sie blind sind, was ist dann das schlimmste daran?

JULIANNA: Ich weiss nicht.

JERRY: Ich glaube es ist, dass man nicht erkennt wenn Kaefer im Essen sind. Wie kann man denn so eine Mahlzeit geniessen? Ich wuerde staendig mit meinen Lippen und der Zunge drinnen rumtasten.

JULIANNA: Tja, so ist mein fuenf jaehriger Sohn. Er ist ein sehr penibler Esser.

JERRY: Haben Sie das von dem Kind gehoert, dass letztens in Pennsylvania entfuehrt wurde?

JULIANNA: Nein.

JERRY: Er war bei einem Karneval mit seiner Mutter. Sie geht einen Hot-Dog holen, sie dreht sich um und bumm... er ist weg.

JULIANNA: Oh.

JERRY: Stellen Sie sich mal vor wie krank ein Mensch sein muss um sowas zu tun. (sie faengt an ihn mit ihren Handkanten zu massieren) Und diese Leute sind ueberall. Man weiss nie wer verrueckt ist, sogar ich koennte einer von diesen Leuten sein.

JULIANNA: (sichtbar beunruhigt) Haben Sie irgendwelche guten Filme gesehen?

JERRY: Wer kuemmert sich tagsueber um den Jungen?

JULIANNA: Wir haben da so eine Frau. Warum?

JERRY: Nein nein. Hab nur gefragt.

JULIANNA: Sie hatte Refferenzen.

JERRY: Oh, ich bin sicher die hatte sie und ich bin sicher die sind wasserdicht. Ich rede von denjenigen die sowas faelschen.

(Julianna pausiert um ueber das nachzudenken was Jerry gesagt hat)

JERRY: (ueber die massage) Wissen Sie, das hilft wirklich.

JULIANNA: Ich wohne nicht in der Naehe, wissen Sie?

(Jerry hebt seinen Kopf hoch und schaut verwundert drein)
 

[Jerry, Elaine und George sind in Jerrys Apartment. George schaut in den Kuehlschrank]

JERRY: Also sie gibt mir die Massage und ich habe nur Konversation betrieben.

ELAINE: Ich rede nicht gerne waehrend der Massage.

JERRY: Ich auch nicht, aber ich tue das fuer sie. Ich denke immer die langweilen sich.

GEORGE: Ja, das mache ich auch. Ich fuehle mich wegen der Annehmlichkeit schuldig. Ich denke, dass ich das nicht verdiene und deswegen rede ich. Es haelt mich von der Entspannung ab. Hier ist absolut nichts zu essen drin.

ELAINE: Oh, ich habe vergessen euch zu sagen-

JERRY: Ich bin in der Mitte meiner Geschichte.

ELAINE: Oh, na gut, mach weiter.

GEORGE: Warum gehst du nie einkaufen?

JERRY: Also es ist keine witzige Geschichte oder so.

ELAINE: Was ist passiert?

JERRY: Also sie hat erwaehnt, dass Sie einen Sohn hat und dann, aus irgendeinem Grund, habe ich mit dem Jungen, der in Pennsylvania gekidnapped wurde angefangen.

ELAINE: War das nicht grausam?

JERRY: Oh ja, das war's.

GEORGE: Nicht mal 'n Apfel.

ELAINE: Das wollte sie doch nicht hoeren, das war dumm.

JERRY: Ich weiss, dass es dumm war.

ELAINE: Wirklich dumm. (sie nimmt einen grossen Schluck aus ihrer Wasserflasche)

JERRY: Hey, ich habe gesagt, dass es dumm war.

GEORGE: Was ist mit den Resten vom Chinesen?

JERRY: Nimm sie.

ELAINE: Ich kann nicht glauben, dass du das gesagt hast.

JERRY: Hey, wuerdest du damit jetzt endlich aufhoeren?

ELAINE: Also, was hat sie gesagt?

JERRY: Ich weiss nicht, sie sah aus als waere sie ein wenig paranoid.

GEORGE: (he hat gerade einen bissen vom chinesischen Essen genommen) Das ist ja schrecklich. Was ist das, Ingwer? Ich hasse Ingwer. Ich verstehe nicht wie jemand Ingwer essen kann. (stellt die Box zurueck in den Kuehlschrank)

ELAINE: Ich habe eine Masseuse zu der du gehen kannst.

JERRY: Noe, sie isst wirklich gut und sie ist nicht nur eine Masseuse, sie ist eine Physiotherapeutin. Da ist ein grosser Unterschied. Sie benutzt Ultraschall und das ist eine echte
medizinische Prozedur. Ausserdem zahlt die Versicherung, wenn du ein Rezept hast.

(George schliesst den Kuehlschrank, bleibt einen Moment stehen und denkt darueber nach, was gerade gehoert hat)

GEORGE: Physiotherapeuten werden von der Versicherung gezahlt?

JERRY: Ja.

GEORGE: Du musst fuer die Massage nichts zahlen?

JERRY: Nicht wenn du ein Rezept dafuer hast.

ELAINE: Also wo bekommst du diese Rezepte her?

JERRY: Naja, ich habe es noch nie getan, aber ich denke wenn ich wirklich wollte koennte ich eins von meinem Freund Roy bekommen, dem Zahnarzt.

GEORGE: Richtig, dein Freund Roy.

ELAINE: Wie ist der Name von dieser Physiotherapeutin?

JERRY: Ich sags Dir, aber frag sie nichts ueber ihr Kind... die steht ein wenig neben sich.

GEORGE: Und du musst nichts zahlen.

(George und Elaine werfen sich einen "Hoert sich gut an"-Blick zu)
 
 

[George und Elaine sind in der Praxis des Physiotherapeuthen]
 

GEORGE: Wir haben einen Termin um drei Uhr.

SPRECHSTUNDENHILFE(SSH): George udn Elaine, richtig?

ELAINE: Richtig.

SSH: Wuerden Sie das bitte fuer mich ausfuellen? Und aehm, Elaine Sie kommen du Julianna...

ELAINE: (leise) In Ordnung.

SSH: ...und George, Sie gehen zu Raymond.

(George wollte sich gerade setzen als er das hoerte. Er zoegert einen Moment und steht dann wieder)

GEORGE: Entschuldigen Sie, sagten Sie 'Raymond'?

SSH: Ja.

GEORGE: Aber, aeh, Raymond ist ein Mann.

SSH: Das stimmt.

(George setzt sich langsam hin und laesst das sacken)

GEORGE: Ich kann mich doch nicht von einem Mann massieren lassen.

ELAINE: Warum nicht?

GEORGE: Was, bist du verrueckt? Mich kann doch kein Mann anfassen. Tausch mit mir!

ELAINE: Nein, ich will denn Mann auch nicht.

GEORGE: Wo ist der Unterschied, du bist eine Frau. Die sollen dich doch anfassen.

ELAINE: Er wird nur deinen Ruecken massieren.

GEORGE: Er wuerde auch nur deinen Ruecken anfassen.

ELAINE: Nein, es koennte intim werden.

GEORGE: Ich weiss. Das ist der Punkt. Wenn es intim wird, soll es intim mit Dir werden.

ELAINE: Dabei wuerde ich mich nicht gut fuehlen.

GEORGE: Ich etwa? Was ist, wenn was passiert?

ELAINE: Was sollte denn passieren?

GEORGE: Was, wenn es sich gut anfuehlt?

ELAINE: Es soll sich gut anfuehlen.

GEORGE: Ich will aber nicht, dass es sich gut anfuehlt!

ELAINE: Warum laesst du dich dann massieren?

GEORGE: Genau!

(Sie witmen sich wieder Ihren Formularen. Ein Mann weiss gekleideter Mann kommt zu ihnen.)

RAYMOND: George?

(George sieht langsam in Stufen auf, immer ein bisschen hoeher, bis er direkt in Raymonds Gesicht sieht. Er zoegert.)

GEORGE: Ja?

RAYMOND: Ich bin Raymind. (laechelt)

GEORGE: Hallo. (mit keinem Laecheln)

RAYMOND: Sind Sie fertig? (laechelt, er sieht Elaine an. Sie laechelt zurueck, waehrend sie den grossen, attraktiven Mann mustert)

(George steht vorsichtig auf und geht mit Raymond. Raymind legt seine Hand fuer eine Sekunde auf Georges Ruecken. George sieht zurueck zu Elaine - sie hat immernoch ein breites Laecheln auf dem Gesicht, als sie die beiden beobachtet)

[ein Hemdloser George liegt auf dem Tisch und wird von Raymond massiert. George sieht extrem verspannt aus]

RAYMOND: ... und Julianna fragte mich, ob ich Sie nicht in ihrem Buero besuchen wollte.

GEORGE: Wirklich.

RAYMOND: Ich wollte Flugbegleiter werden.

GEORGE: Oh Junge.

RAYMOND: Wissen Sie, warum oeffnen Sie nicht Ihre Hosen. Dann ist es viel einfacher.

(George dreht sich zu Raymond um, der seine linke Hand mit seiner rechten  massiert, waehrend er auf George wartet. George oeffnet seine Hose, Raymond greift sie und zieht sie bis zum Po herunter.  George sieht in diesem Moment extrem verspannt aus. Raymond massiert jetzt seinen unteren Ruecken)

RAYMOND: Und was machen Sie?

GEORGE: Was?

RAYMOND: Ich fragte "Was machen Sie?".

GEORGE: Ich weiss nicht.

RAYMOND: Sie wissen nicht was sie arbeiten?

GEORGE: Nein.

RAYMOND: Oh oh... kommen Sie. Hey, sie sind sehr verspannt.

GEORGE: Ha, Kaffee. Zu viel Kaffee (nervoeses Lachen)

RAYMOND: Also gut, ziehen sie einfach ihre Hose aus und ich werde Ihre Kniesehne massieren.

GEORGE: Oh, die Kniesehne, ist ja toll.

RAYMOND: Aber sie schrieben dass es dort weh tut. (schaut auf das Patientenbrett)

GEORGE: Hab ich das? Tss, *ich* hab das geschrieben.

RAYMOND: Ich kontrollier das. (macht eine Notiz auf dem Formular)

(George steht auf und zieht seine Hose aus, er sieht rueber zu Raymond, der gerade seine Haende einoelt. Raymond hat ein breites Laecheln aufgesetzt. Nervoes zieht George seine Hose aus, zoegert einen Moment mit der Hose in der Hand, die er dann auf den Boden fallen laesst. In Socken und Boxer Shorts krabbelt er wieder auf den Tisch. Als Raymond sein Bein beruehrt, verkrampft George extrem)

RAYMOND: Tut das weh?

GEORGE: Weiss nicht.

RAYMOND: Sie wissen nicht?

GEORGE: Nein.

RAYMOND: Aber Sie haben mir doch gerade gesagt-

GEORGE: Korea.

RAYMOND: Sie haben sie in Korea verletzt?

GEORGE: Was?

RAYMOND: Die Kniesehne.

GEORGE: Korea.

RAYMOND: Wie?

GEORGE: Kniesehne.

RAYMOND: Wie haben Sie sich die Kniesehne verletzt?

GEORGE: Hotel.
 

[Elaine ist im Wartezimmer - sie bewegt ihren Kopf und zieht enspannt Luft durch ihre Zaehne. George kommt langsam herein und geht sehr langsam hinaus. Er sieht geschockt aus.]
 

ELAINE: Wie war's? George?

(George ignoriert sie und geht aus der Tuere raus)
 

[Jerrys Apartment, Jerry telefoniert]

JERRY: Gar keine Termine mehr frei? Weil mein Nacken immernoch verspannt ist. Was ist mit Donnerstag? Und Freitag? Oh mann. Okay, danke trotzdem.

(George kommt nervoes herein)

JERRY: Was ist los mit Dir?

GEORGE: Ei... ei...

JERRY: Ja, ei...?

GEORGE: Ein Mann hat mich... massiert... hae hae...

JERRY: Und?

GEORGE: Also er... hatte seine Haende und aeh, er hat aeh...

JERRY: Er hat was?!

GEORGE: Er-er hat aeh... beruehrt und gerubbelt. (nervoeses Lachen)

JERRY: Das ist eine Massage.

GEORGE: Und dann habe ich meine Hose ausgezogen.

JERRY: Du hast deine Hose ausgezogen?

GEORGE: Fuer meine Kniesehne.

JERRY: Aha.

GEORGE: Er war ungefaehr fuenf Zentimeter von... da entfernt.

JERRY: Wirklich?

GEORGE: Ich glaube er hat sich bewegt.

JERRY: Bewegt?

GEORGE: Er koennte sich bewegt haben, ich weiss nicht.

JERRY: Ich bin sicher er hat sich nicht bewegt.

GEORGE: Hat er doch! Es war unverkennbar aber ich... ich fuehlte es.

JERRY: Vielleicht wollte er nur mal die Position wechseln. Du weisst schon, auf die andere Seite rutschen.

GEORGE: Nein, nein. Das war kein Rutschen, ich bin gerutscht, das war eine Bewegung!

JERRY: Na gut, also was wenn er sich bewegt hat?

GEORGE: Das ist ein Zeichen. Der Test; Wenn ein... wenn ein Mann ihn zum bewegen bekommt.

JERRY: Das ist nicht der Test. Kontakt ist der Test. Wenn er sich wegen Kontakt bewegt.

GEORGE: Du meinst es ist der Kontakt? Er muss beruehrt werden?

JERRY: Das hat mir mal ein Sportlehrer gesagt.

(Kramer kommt rein)

KRAMER: Hey.

JERRY: Hey.

KRAMER: Ich habe gerade Joe DiMaggio in Dinky donuts gesehen. Ihr wisst schon, ich - ich habe da rein geguckt und da war er mit nem Kaffee und nem Donut.

JERRY: Joer DiMaggio? In Dinky Donuts?

KRAMER: Ja. Joe DiMagggio.

JERRY: Nein, tut mir leid, wenn Joe DiMaggio einen Donut will, dann geht er in ein Szene-Restaurant oder ein Hotel. Er sitzt doch nicht in Dinky Donuts.

KRAMER: Tja, vielleicht mag er ja Dinky Donuts.

GEORGE: Ich mag es noch nicht mal im Flugzeug neben einem Typen zu sitzen, weil sich unsere Knie beruehren koennten.

JERRY: Ich kann mir Joe DiMaggio nicht am Tresen vom kleinen, schmutzigen, stinkigen Dinky Donuts vorstellen.

KRAMER: Warum kann Joe DiMaggio nicht seinen Donut essen wie jeder andere auch?

JERRY: Er kann einen Donut essen,

KRAMER: Ja.

JERRY: ...aber keinen Dinky.

GEORGE: Ich mag noch nicht mal diese Pissoires... ich war schon immer ein Kabinenmann.

KRAMER: Mann, ich sag dir - (er sieht schnell zu George) Ich sag Dir, das war Joe DiMaggio.

GEORGE: Der Typ der mit Marilyn Monroe geschlafen hat, der ist in Dinky Donuts. Was ist mit diesem Rezept? Lass uns zu deinen Freund Roy gehen.

JERRY: Ich habe nie gesagt, dass ich das tun wuerde.

GEORGE: Was redest du denn da, das sind 75 Maeuse! Ich arbeite nicht, ich kann das nicht finanzieren.

JERRY: Ich weiss nicht so recht.

GEORGE: Ach, was, bist du jetzt sowas wie 'n Querschlaeger?

JERRY: Schon gut, schon gut.

KRAMER: Ein Kabinenmann, hae? (kleines Lachen)

GEORGE: Also gut -(steht auf)

KRAMER: Wa-ha-has? (macht eine Geste mit seiner Hand)
 

[George und Jerry in Roy's Buero]

JERRY: ...also haben wir uns gefragt, ob es fuer dich moeglich waere uns ein Rezept zu schreiben. Und wenn du das nicht kannst, glaub mir, das ist schon in Ordnung.

GEORGE: Er hat nicht gesagt, dass er das nicht kann.

JERRY: Ich meine, wenn du das alles witzig findest.

GEORGE: Er findet das nicht witzig.

JERRY: Wenn er es tut.

GEORGE: Findest du das witzig? Er hat gar nichts gesagt.

JERRY: Er findet es witzig. Du musst das nicht tun.

GEORGE: Das weiss er!

JERRY: Roy, sollen wir gehen? Ist das ein Bruch unsrere Freundschaft?

GOERGE: Haettest du nicht noch ein wenig dramatischer sein koennen?

ROY: Sei nicht laecherlich. (Bemerkt wie George das Poster an der Wand ansieht) Holyfield. Er ist ein guter Freund einer meiner Patienten. Er hat einen verdammt guten Koerper, oder?

GEORGE: Woher soll ich das wissen?

ROY: Moegen Sie ihn?

GEORGE: Was meinen Sie mit moegen?

ROY: Moegen Sie ihn?

GEORGE: Ich denke er ist ein guter Kaempfer und ein netter Kerl aber ich mag ihn nicht.

ROY: Wie kann man den denn nicht moegen?

GEORGE: Warum sollte ich?

JERRY: Was ist denn los mit Dir?

GEORGE: Gar nichts, warum? Denkst irgendwas stimmt nicht? Bin ich anders?

ROY: Also, ihr wollt die Rezepte?

JERRY: Das musst du wirklich nicht tun.

ROY: Och, ist schon okay.

JERRY: Wir wollten noch eins fuer Elaine holen, stimmts George? (dreht sich zu George um. Der starrt das Holyfield Poster an) George?
 

[Jerry und ELaine in Jerrys Apartment, Jerry telefoniert]

JERRY: Was ist mit der Woche danach?

(Jerry setzt auf der Couch, aber Elaine ist ein bisschen zu nah am Ende der Couch, sodass er sich zwischen Sie und die Armlehne quetscht)

JERRY: Gar keine freien Termine mehr? (zeigt Elaine sie soll Platz machen)

ELAINE: Was? (er stoesst sie mit seinem Po an)

(Sie versucht sich zu bewegen, aber Jerry sitzt halb auf ihrem Kleid. Sie reisst es weg und rutscht dann rueber)

JERRY: Kann ich - kann ich wenigstens mit Ihr sprechen, sodass ich mich entschuldigen kann? Vergessen Sie's. (haengt auf) Ich kann das nicht glauben. Ich mache einen unschuldigen Kommentar ueber einen Verrueckten in Pennsylvania und ich bin raus. Diese Frau ist verrueckt. (Sieht Elaine einen Moment lang an) Was ist los mit Dir?

ELAINE: Was?

JERRY: Tja, du warst zu nah bei mir. Ich waere fast zerquetscht worden.

ELAINE: Hey, du hast mich zerquetscht. Ich sass hier zuerst.

(Kramer kommt herein)

KRAMER: Hey, ich habe DiMaggio wieder in Dinky Donuts gesehen.

JERRY: Uh oh...

KRAMER: Ja.

ELAINER: Joe DiMaggio?

KRAMER: Joe DiMaggio. Und dieses mal bin ich rein gegangen, hab mich ihm gegen ueber hingesetzt und habe ihn wirklich beobachtet. Ich studierte jede seiner Bewegungen. Zum Beispiel tunkt er.

ELAINER: Joe DiMaggio tunkt seinen Donut?

KRAMER: Stimmt genau.

JERRY: Siehst du, jetzt weiss ich, dass er es nicht ist. Joe DiMaggio kann kein Tunker sein.

KRAMER: Oh, er ist ein Tunker.

ELAINE: Warum kann er kein Tunker sein?

KRAMER: Und nichts kann seine Aufmerksamkeit beeinflussen. Als ich, also, ich - ich sass da drin. Und aeh - ich fing an auf den Tisch zu schlagen, so, aeh, sodass er mal hochguckt. Und, ah, ich sass da und *bumm* (klatscht auf den Tisch) So... *bumm* er hat sich nicht bewegt. Dann habe ich angefangen diese kreischenden Geraeusche zu machen. so wie *yahaa* (hoch gestimmtes Kreischgeraeusch) *yahuhu*. Keine Reaktion weil der Typ sich so konzentriert, er kann alles drumherum ausblenden. So hat er Baseball gespielt. Er tunkt wie er schlaegt.

ELAINE: Was passierte dann?

KRAMER: Tja, dann kam die Kellnerin und sagte mir ich soll die Klappe halten oder sie wuerden mich rausschmeissen.

ELAINE: Warum hast du denn seinen Namen nicht gerufen?

(George kommt herein. Seine Hose ist am Knie aufgerissen)

JERRY: Was ist denn mit Dir passiert?

GEORGE: Diese Kinder nannten mich Mary.

ELAINE: Wie bitte?

GEORGE: I sprang ueber einen Poller und aus irgendeinem Grund flog ich so. (George streckt seine Arme aus und macht eine Art Ballet-Figur). Und sie nannten mich Mary. Also habe ich sie gejagt, bin gestolpert und hingefallen.

KRAMER: Ja, du weisst ja, Kinder koennen sehr direkt sein.

ELAINE: Hey, George? Was ist das? (lacht, Elaine macht dieselbe Figur) Was soll das sein? Nein ernsthaft, was ist das?

(George geht ins Badezimmer, das Telefon klingelt, Kramer geht ran, Jerry schnappt es sich wieder)

JERRY: Hallo? Oh, hallo Roy. Was? Oh mein Gott. Tja - wie konnte das passieren? Was kann ich tun? Oh. Tut mir leid. Alles klar. Bye. (Legt auf) Das war Roy. Er steht unter Verdacht des Versicherungsbetruges.

KRAMER: (singt) ...just a man and not a freak, Joltin' Joe DiMaggio. Joe, Joe. Go, Joe...

JERRY: Ich habs dir gesagt.

GEORGE: Mir was gesagt?

JERRY: Ich habe gesagt, dass wir das nicht tun sollen.

GEORGE: Er hat gar nichts gesagt.

JERRY: Er hat ein Haus, eine Familie. Die koennen ihm die Lizenz wegnehmen. Du haettest ihn hoeren sollen. Drei Rezepte, wie dumm war das? Wir haetten niemals drei Rezepte nehmen duerfen.

ELAINE: Drei Rezepte?

JERRY: Ja, du, ich und George.

ELAINE: Ich habt ein REzept fuer mich?

JERRY: Ja.

ELAINE: Aber ich habe mein eigenes Rezept.

JERRY: Du hast was?

ELAINE: Ich habe ein Rezept von meinem Gynaekologen.

JERRY: Warum hast du das getan?

ELAINE: Ich wusste ja nicht, dass ihr mir eins besorgt.

JERRY: Natuerlich habe ich dir eins besorgt.

ELAINE: Aber davon hast du nichts gesagt. Ohh...

JERRY: Du aber auch nicht und deswegen hat man ihn geschnappt. Wir haben vier Rezepte von zwei Aerzten eingereicht.

GEORGE: Kein Arzt -

ELAINE: Warte ein -

KRAMER: Wie kannst du das nur einem Freund antun? Er hat eine Frau, Kinder... und eine Menge anderes Zeugs. Oh, yeaahh.

(Kramer geht)
 

[Jerry und George in Roys Praxis]
 

JERRY: Hi Pam.

PAM: Hallo.

GEORGE: Hallo.

JERRY: Ich dachte gerade aeh vielleicht koennte ich mal mit Roy sprechen, ob oehm...

(Roy kommt rein)

ROY: Pam, hat das Roentgenbild von Mrs. Sloan... Hi.

JERRY: Hallo Roy.

GEORGE: Wie geht's?

ROY: Kommt mit nach hinten, ich habe da eine Patientin, aber sie ist bewusstlos.
 

[Roy, Jerry und George sprechen ueber eine Frau im Zahnarztstuhl hinweg]
 

JERRY: Ich weiss wirklich nicht, was ich sagen soll.

GEORGE: Ich auch nicht.

JERRY: Ich wusste, dass das passiert.

GEORGE: Ich auch.

JERRY: Ich meine diese ganze Sache ist einfach...

GEORGE: Tragisch.

JERRY: Sie ist nicht tragisch.

GEORGE: Nein?

JERRY: Nein, sie ist...

GEORGE: Ungemuetlich?

JERRY: Okay. Ich meine, was ware wenn die -

(Pam kommt herein und stoert)

PAM: Ich hoffe Sie beide sind gluecklich. (sie dreht sich um und geht)

(Roy sieht Jerry mit geschlssenem Mund an - laechelt mit seinem rechten Mundwinkel und grimmt mit seinem linken)

JERRY: Ich bin nicht gluecklich.

GEORGE: Ich auch nicht.Ich war noch nie gluecklich.

JERRY: Ich denke manchmal bin ich gluecklich, aber - aber nicht jetzt.

GEORGE: Im College vielleicht. Das waren lustige Zeiten.

JERRY: Ja, College war lustig.

GEORGE: Jaaa.

JERRY: Jaaa.

(Pam kommt wieder rein)

PAM: Sie wissen ja, dass sie die ganze Praxis auf dem Spiel steht? (dreht sich um und geht wieder)

ROY: Kuemmert euch nicht um sie.

JERRY: Ach bitte... ich liebe Sie!

GEORGE: Ich habe sie gerade erst getroffen, aber ich bin schwer beeindruckt.

ROY: Ich verstehe das nicht, ich hatte vorher nie Probleme mit diesen Rezepten.

JERRY: Also was passiert als naechstes?

ROY: Tja, nicht viel, solange die Physiotherapeutin unsere Geschichte deckt.

JERRY: Was? Die Physiotherapeuten? Warum?

ROY: Sie muss nur aussagen, dass die Beschwerden auf ein Zahnproblem zurueckzufuehren sind.

(Die Frau auf dem Stuhl wacht auf und sieht Jerry und George an)

GEORGE: Wie geht's?
 

[Jerry und George in Juliannas Praxis]
 

JERRY: Hi. Aeh, sehen Sie, ich weiss, dass ich keinen Termin habe aber es ist sehr wichtig, dass ich mit Julianna sprechen kann.

SSH: Tut mir leid, Mr. Seinfeld, sie ist nicht da.

JERRY: Ja, wissen Sie, sie ist boese auf mich, aber ich muss wirklich dringend mit Ihr sprechen.

SSH: Ich sagte bereits, dass sie nicht da ist.

JERRY: Sie verstehen nicht, aeh...

SSH: Sehen Sie, sie muessen jetzt gehen.

JERRY: Warten Sie mal, haben Sie nicht-

(Julianna kommt mit ihrem Kind herein. Als Sie Jerry sieht, zieht sie ihren Sohn vor sich und haelt ihn fest, um ihn vor Jerry zu schuetzen)

JERRY: Hi. hi. Sehen Sie, ich weiss nicht, was Sie denken -

JULIANNA: Bitte!

JERRY: -aber, sehen Sie, lassen Sie mich nur eine Sekunde mit ihnen reden. Was ich getan habe ist, dass ich aus Versehen eine Versicherung -

JULIANNA: Ich habe Sie behandelt, also bitte, verlassen Sie meine Praxis!

JERRY: Koennen sie mir nicht zuhoeren?

JULIANNA: (laesst das Kind los) Lauf Billy! Lauf in mein Buero und schliesas die Tuer. (zur SSH) Rufen Sie die Polizei!

(Julianna laeuft den Gang hinunter)

JERRY: Die Polizei?

(Raymnond kommt vorbei)

RAYMOND: Was ist denn hier - Hi George. (steht da mit einem breiten Laecheln)

GEORGE: Hallo.

JERRY: (zu George) Raymond?

(Goerge sieht aus, als wuerde er sich unwohl fuehlen)
 

[Jerry, Elaine und George sind im Coffee-Shop]
 

ELAINE: Tja, ich meine, es sind nur sechs Monate auf Bewaehrung. Das ist ein Klapps auf den Po.

JERRY: Ja, ich sehe jedoch keine Einladungen zum Abendessen in naechster Zeit.

GEORGE: Maenner erscheinen in meinen sexuellen Fantasien. Aus dem nichts bin ich ploetzlich in der Mitte.

ELAINE: Wie?

(George macht eine "Du-weisst-schon"-Geste in Elaines Richtung - sie antwortet mit einem ebenfalls leisen angewiderten Gesicht, welches sagt "Oh.")

GEORGE: Und Kerle erscheinen aus dem Nirgendwo. Ich sage mir:"Verschwindet hier! Was wollt ihr? Ihr gehoert hier nicht her!"

ELAINE: Was machen sie?

GEORGE: Sie reden mit mir. Sie sagen "Hey George, wie geht's denn so?" Ich sage "Verschwindet hier verdammt nochmal!".

(Jerry erspaeht Kramer durch das Fenster. Er spricht mit einem Kerl in einem blauen Mantel.)

JERRY: Hey, es ist der K-man. (er klopft gegen die Scheibe um Kramers Aufmerksamkeit zu erlangen, Elaine lacht) Vielleicht wird es Zeit fuer ein anderes Hobby.

(Kramer kommt rein und setzt sich zu ihnen)

KRAMER: Mann... ooogh... wow... Ich komme gerade von Roy. Ich fahr auf dieses Gas ab.

(Alle drei stellen gleichzeitig Ihre Becher ab)

JERRY: Hat er irgendwas gesagt?

KRAMER: Nein, ihm geht's gut.

JERRY: (bemerkt etwas am anderen Ende des Coffee-Shops) Oh mein Gott, es ist...

GEORGE: (sieht rueber) Joe DiMaggio.

ELAINE: (glotzt)

KRAMER: Wo?

JERRY: Er trinkt einen Becher Kaffee.

(Kamera auf einen Mann in mit Jacket und Krawatte, der einen Donut in den Kaffee tunkt)

ELAINE: Und er tunkt!

KRAMER: Ja... ja...

JERRY: Wow. Seht ihn euch an. Der Yankee Clipper...

KRAMER: (leise) Yeah.

JERRY: ...hier.

GEORGE: Seht ihr? Das ist ein attraktiver Mann! (Elaine und Jerry sehen George an) Ooch bitte!

KRAMER: Wartet, wartet... passt auf, wartet, wartet... *bumm* (er haut auf den Tisch, was Jerry, George und Elaine zucken laesst) *bang* (und wieder) *yahoho* (kreischender Ton) *yip* *yao* Seht Ihr? Ich habs euch gesagt!
 

[Schlussmonolog]

JERRY: Was loest Angst vor Schwulen aus? Was ist es, das einen heterosexuellen Mann Sorgen macht? Ich denke es ist weil Maenner wissen, dass sie tief unten drin eine schwache Widerstandskraft haben. Wir kaufen staendig Schuhe, die uns weh tun, Hosen die uns nicht richtig passen. Maenner denken: "Offensichtlich kann man mir alles andrehen. Was wenn ich aus Versehen in einen Homo-Schuhladen reingehen wuerde und der Verkaeufer sagt, 'Halten Sie die Hand von diesem Typen, gehen Sie sich ein bisschen rum, sehen sie wie er ihnen gefaellt. Keine Verpflichtung, kein Druck, versuchen Sie es einfach. Wuerden sie ihn gerne mal in einer Sandale sehen?'"
 
 

ENDE

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